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Anna Reul

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A.

reul.praxis@web.de

 

Was ist Kunsttherapie?

Die Kunsttherapie ist eine Form der Psychotherapie, die mit Materialien, die kreatives Potential haben, wie Farben, Zeichenstiften, Papier, Pappmaché, Kreiden, Holz, Ton oder auch Stein arbeitet.

Sie ist eine handlungs- und erlebnisorientierte Therapieform.

Die Kunsttherapie bietet den Raum, neue und für die Persönlichkeitsentwicklung wichtige Erfahrungen zu sammeln sowie diese für Veränderungen zu nutzen.

Es ist keine Voraussetzung, daß man Erfahrungen mit dem künstlerischen Medium hat. Das primäre Ziel oder der Anspruch der Kunsttherapie ist es nicht, „Kunstwerke“ oder etwas „besonders Schönes“  herzustellen.

Es gibt in der Kunsttherapie kein Standardverfahren. Die Behandlung orientiert sich an den Bedürfnissen des Patienten. Daher sind alle Therapieverläufe so individuell wie der Patient selbst.

Diese Therapieform wird sowohl individuell als auch in Kleingruppen angeboten. Es besteht außerdem, bei Bedarf, die Möglichkeit die Eltern mit einzubeziehen.

Somit ist die kunsttherapeutische Behandlung und Förderung für fast alle Kinder und Jugendliche geeignet.

Elternberatung sowie die Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten und Ärzten ist ein fester Bestandteil des Therapiekonzeptes.

Eigenschaften der Kunsttherapie

Bei der Kunsttherapie steht der schöpferische Prozess im Vordergrund. Die Arbeit mit dem künstlerischen Material ist ein essentieller Bestandteil des Prozesses. Gerade Kinder und Jugendliche arbeiten regelmäßig mit künstlerischen Materialien und sind den Umgang damit gewohnt - Malen, Zeichnen und Gestalten sind für sie normalerweise nichts Beängstigendes, sondern ein Teil ihrer Lebensrealität. Darum eignet sich das künstlerische Medium gut, um Kontakt herzustellen und eine Beziehung aufzubauen.

Die Kunsttherapie greift, wo die Sprache versagt. Das künstlerische Medium bietet Möglichkeiten sich auszudrücken, ohne es aussprechen zu müssen. Diese Non- Verbalität (Vorsprachlichkeit) erleichtert es Kindern und Jugendlichen, einen Zugang herzustellen und zu kommunizieren. Man kann Phantasien, Ängsten und Wünschen eine Form geben und sichtbar machen. Gefühle, Spannungen und Konflikte können auf eine andere Art und Weise erlebt, erfahrbar gemacht und abgebaut werden.

Kunsttherapie aktiviert verborgene Fähigkeiten und fördert die Kreativität und die Freude am Gestalten. So werden das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl gefördert.

Ein einzigartiger Aspekt der Kunsttherapie ist, dass ein Produkt, meist in Form eines Bildes, geschaffen wird. Etwas bleibt bestehen. Neben dem Ich-stärkenden Effekt eines ästhetischen Bildes und dem Gefühl, etwas gemacht zu haben, bietet es noch andere Möglichkeiten. Es kann z. B. Ausgangspunkt für ein anschließendes Gespräch sein. So kommt in Bildern oft das zum Ausdruck, was man mit Worten nicht ausdrücken kann, bislang unbewußte Gefühle oder Konflikte „erscheinen“, werden dem Patienten erstmals bewußt, so daß sie nun weiter thematisiert werden können.

Jedes in der Kunsttherapie verwendete Material ist anders, hat andere Eigenschaften und ruft in jedem verschiedene Erwartungen und Reaktionen hervor. Die Art und Weise wie man mit dem Material umgeht und es bearbeitet, kann Aufschluß darüber geben, wie man sich in verschiedenen Lebenssituationen verhält. Diese Analogien können während des therapeutischen Prozesses aufgegriffen, bearbeitet und reflektiert werden. So kann das Verhalten sichtbar gemacht, reflektiert und konkretisiert werden. Auf diesem Weg werden neue Problemlösungsmechanismen erlernt, die zur Alltags- und Lebensbewältigung beitragen können.

 

Allgemeine Ziele der Kunsttherapie sind

  1. Stärken des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls
  2. Entwickeln von sozialen Kompetenzen
  3. Neue Fähigkeiten und Ausdrucksformen entdecken
  4. Entspannung
  5. Stabilität zurückgewinnen und stärken

Die individuellen Therapieziele werden auf den jeweiligen Patienten abgestimmt.

 

„Gewisse Erfahrungen können durch Sprache vermittelt werden,
andere,  tiefere, durch Schweigen;
und schließlich gibt es Erfahrungen, die nicht vermittelt werden können, auch nicht durch Schweigen. Man muss Erfahrung leben. Das ist alles.“

Reinhold Schneider